Am vergangenen Donnerstag wurde im Malzhaus über den Plauener Arbeitsmarkt diskutiert. Prominenter Gast war der sächsische Arbeitsminister Martin Dulig. Unter der Überschrift „Gute Arbeit“ diskutierte das Podium über Bedingungen zum Erhalt der guten Wirtschaftskraft in Plauen, ohne dabei die Arbeitnehmer zu vernachlässigen. Martin Dulig fragte direkt bei den Praktikern auf dem Podium nach: „Wie schaffen wir in Sachsen die Bedingungen für gute Arbeit und gute Wirtschaft?“.
Am vergangenen Samstag wählten die Plauener Sozialdemokraten ihre Kandidaten für die Stadtratswahl und diskutierten über ihr Wahlprogramm. Die SPD setzt insbesondere auf die Stärkung der Bürgerbeteiligung. Die Kandidaten und Gäste waren sich einig, Insbesondere die Arbeit des Stadtrates muss nachvollziehbarer werden. Dafür müssen die Sitzungen live übertragen werden und das Ratsinformationssystem einfacher und transparenter werden.
Am kommenden Donnerstag lädt die Friedrich-Ebert-Stiftung um 19 Uhr ins Plauener Malzhaus (Alter Teich 7-9) ein. Diskutiert wird über „Gute Arbeit“ in Plauen. Auf dem Podium nimmt der Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Martin Dulig (SPD), der Plauener Stadtrat Benjamin Zabel (SPD), der Gewerkschaftssekretär Benedikt Hanisch und Uwe Ziermann, Mitglied im Sicherheitsarbeitskreis von ver.di, Platz.
Bei der Diskussionsrunde stehen die Arbeitsbedingungen in Plauen im Fokus. Dazu der Gewerkschaftssekretär Benjamin Zabel, der bei der Stadtratswahl für die SPD erneut als Spitzenkandidat ins Rennen geht: „Plauen hat in den letzten Jahrzehnten eine massive Deindustrialisierung erlebt. Viele Arbeitnehmer müssen lange Fahrtwege auf sich nehmen und erhalten niedrige Löhne, die oftmals zur Grundsicherung im Alter statt einer soliden Rente führen. Wir wollen mit Gewerkschaften und Betriebsräten diskutieren, wie die Tarifbindung erhöht werden kann und in der Region starke Arbeitgeber mit guten Arbeitsbedingungen angesiedelt werden können. Das MAN Bus Modification Center ist dafür ein herausragendes Beispiel.“
Das Plauener Pfaffengut erstrahlte am Samstag in rot – in ihm versammelte sich die SPD Plauen, um ihre Kandidaten für die Stadtratswahl aufzustellen und über ihr Programm zu diskutieren. Prominenter Gast war Dirk Panter (SPD), der Vorsitzende der SPD-Fraktion des Sächsischen Landtags. Gute Arbeit verdient Anerkennung war die einhellige Botschaft bei der Stadtkonferenz, die alle Vorstellungsreden und die Programmdiskussion begleitete. Und dies im doppelten Sinne.
Zum Spitzenkandidaten wurde erneut Benjamin Zabel (SPD) gewählt, der die Fraktion aus SPD und Grünen im Stadtrat derzeit anführt. Er rückte in seiner Rede die Arbeitnehmer in den Mittelpunkt. Für „Gute Arbeit“ einzutreten, den Werktätigen unter die Arme zu greifen, liege in der DNA der SPD. „Gute Arbeit heißt für uns Mitbestimmung und Tarifbindung. Es ist nicht akzeptabel, dass die Menschen in unserer Stadt von einem existenzgefährdenden Stundenlohn von unter 12,63 Euro leben müssen. Es ist nicht akzeptabel, dass sie in ihrem Betrieb nicht mitbestimmen können. Und es ist nicht hinnehmbar, dass sachgrundlose Befristungen ihre Existenz gefährden. Wir werden dafür kämpfen, dass ,Gute Arbeit‘ in Plauen kein Wunschbild bleibt und hierfür an der Seite der Betriebsräte und Gewerkschaften stehen. Die Stadt muss sich ihrer Verantwortung stellen, dafür werden wir sorgen.“
Am kommenden Samstag wählen die Plauener Sozialdemokraten ihre Kandidaten für die Stadtratswahl. Sie laden dazu um 10 Uhr in das Pfaffengut ein (Pfaffengutstraße 16). Zu Gast ist Dirk Panter, der Vorsitzende der SPD-Fraktion des Sächsischen Landtags. Bei ihrer Stadtkonferenz steht die Diskussion ihres Wahlprogramms im Mittelpunkt, welches sie öffentlich diskutieren und beschließen wollen. Die SPD setzt dabei insbesondere auf die Stärkung der Bürgerbeteiligung und eine transparent arbeitende Stadtverwaltung.