SPD Plauen schlägt Maßnahmen zur Familienpolitik und gegen die demografische Entwicklung vor

Veröffentlicht am 27.05.2026 in Pressemitteilung

„Es braucht Kinder, Kinder, Kinder“

SPD Plauen schlägt Maßnahmen zur Familienpolitik und gegen die demografische Entwicklung vor

Plauen/Rodewisch – Auf dem zurückliegenden SPD-Kreisparteitag am 8. Mai 2026 in Rodewisch entwickelte die Plauener SPD zahlreiche Vorschläge für eine bessere Familienpolitik im Vogtland und in Sachsen. Die Sozialdemokraten setzen sich im Plauener Stadtrat schon seit vielen Jahren für eine deutliche Senkung der Elternbeiträge für Krippe, Kita und Hort ein. Nun wollen sie auch den Druck in Richtung der sächsischen SPD erhöhen. Schließlich regiert die SPD in Sachsen in einer Minderheitskoalition.

„Es braucht viel mehr Kinder, Kinder, Kinder, um den prognostizierten Rückgang der Geburten auszugleichen. Wir wollen nicht die Folgen der demografischen Entwicklung lösen. Wir müssen an den Ursachen etwas ändern! Eltern sind doch aktuell mit massiven Kosten belastet, zum Beispiel bei den Kita-Elternbeiträgen, der Schülerbeförderung oder Kosten für Freizeitaktivitäten“ so Christian Hermann, Co-Vorsitzender der Plauener SPD.

Die Vorschläge der SPD kurz und knapp:

  • Gebühren für die Kinderbetreuung müssen schrittweise für eine kostenfreie Ganztagsbetreuung von der Krippe bis zur Grundschule entfallen
  • Entlastung der Eltern bei der Essensversorgung ihrer Kinder durch ein qualitativ hochwertiges, gesundes und durch den Schulträger hoch bezuschusstes Essen
  • Abschaffung der Schülerbeförderungskosten
  • Beendigung der Anrechnung des Kindergeldes auf den Unterhaltsvorschuss
  • Umsetzung der EU-Richtlinie zur bezahlten Freistellung der Väter von mindestens zehn Tagen (sog. „Familienstartzeit“) direkt nach der Geburt
  • Rückkehr zur alten Regelung des Elterngeldes für längeren parallelen Elterngeldbezug

 

„Mit diesen ersten Maßnahmen ist vielen berufstätigen Eltern konkret und schnell geholfen. In den vergangenen beiden Jahren haben wir aus der Bevölkerung viel Zuspruch für die Senkung der Elternbeiträge erhalten. An einer Online-Petition[1] beteiligten sich mehr als 1.200 Menschen innerhalb von drei Wochen, bei einer Postkarten-Unterschriftenaktion im vergangenen Jahr unterstützten mehr als 1.300 Menschen die Vorschläge der Kampagne »Wir Eltern zeigen die rote Karte«“, erklärt das Plauener SPD-Vorstandsmitglied Benjamin Zabel.

In der Abstimmung im Plauener Stadtrat vom 21. Oktober 2025 stimmten AfD, BSW und CDU mehrheitlich gegen die Senkung der Kita-Elternbeiträge. Die politische Konkurrenz kritisierte die SPD insbesondere für ihre Haltung in der sächsischen Landesregierung. Die Plauener SPD bleibt aber an dem Thema dran und wird auf dem anstehenden SPD-Landesparteitag am 13. Juni 2026 mit einem Antrag Druck machen, um das Thema auf die Tagesordnung der anstehenden Haushaltsberatungen in Dresden zu heben.

„Mit einer Dynamisierung der Landeszuwendungen wäre ein Anfang Richtung kostenfreie Kita gemacht, bald müssen wir wie in Berlin oder Mecklenburg-Vorpommern auch in Sachsen die kostenfreie Kita einführen. Das spart Eltern vom 1. Lebensjahr bis zur Grundschule mehrere Tausend Euro und ist aus unserer Sicht das wirksamste Mittel für mehr Kinder in Sachsen und in unserem schönen Vogtland“, so Zabel abschließend.