Pressemitteilung
SPD Plauen schlägt Maßnahmen zur Familienpolitik und gegen die demografische Entwicklung vor

Plauen/Rodewisch – Auf dem zurückliegenden SPD-Kreisparteitag am 8. Mai 2026 in Rodewisch entwickelte die Plauener SPD zahlreiche Vorschläge für eine bessere Familienpolitik im Vogtland und in Sachsen. Die Sozialdemokraten setzen sich im Plauener Stadtrat schon seit vielen Jahren für eine deutliche Senkung der Elternbeiträge für Krippe, Kita und Hort ein. Nun wollen sie auch den Druck in Richtung der sächsischen SPD erhöhen. Schließlich regiert die SPD in Sachsen in einer Minderheitskoalition.
„Es braucht viel mehr Kinder, Kinder, Kinder, um den prognostizierten Rückgang der Geburten auszugleichen. Wir wollen nicht die Folgen der demografischen Entwicklung lösen. Wir müssen an den Ursachen etwas ändern! Eltern sind doch aktuell mit massiven Kosten belastet, zum Beispiel bei den Kita-Elternbeiträgen, der Schülerbeförderung oder Kosten für Freizeitaktivitäten“ so Christian Hermann, Co-Vorsitzender der Plauener SPD.
Die Vorschläge der SPD kurz und knapp:
„Mit diesen ersten Maßnahmen ist vielen berufstätigen Eltern konkret und schnell geholfen. In den vergangenen beiden Jahren haben wir aus der Bevölkerung viel Zuspruch für die Senkung der Elternbeiträge erhalten. An einer Online-Petition[1] beteiligten sich mehr als 1.200 Menschen innerhalb von drei Wochen, bei einer Postkarten-Unterschriftenaktion im vergangenen Jahr unterstützten mehr als 1.300 Menschen die Vorschläge der Kampagne »Wir Eltern zeigen die rote Karte«“, erklärt das Plauener SPD-Vorstandsmitglied Benjamin Zabel.
In der Abstimmung im Plauener Stadtrat vom 21. Oktober 2025 stimmten AfD, BSW und CDU mehrheitlich gegen die Senkung der Kita-Elternbeiträge. Die politische Konkurrenz kritisierte die SPD insbesondere für ihre Haltung in der sächsischen Landesregierung. Die Plauener SPD bleibt aber an dem Thema dran und wird auf dem anstehenden SPD-Landesparteitag am 13. Juni 2026 mit einem Antrag Druck machen, um das Thema auf die Tagesordnung der anstehenden Haushaltsberatungen in Dresden zu heben.
„Mit einer Dynamisierung der Landeszuwendungen wäre ein Anfang Richtung kostenfreie Kita gemacht, bald müssen wir wie in Berlin oder Mecklenburg-Vorpommern auch in Sachsen die kostenfreie Kita einführen. Das spart Eltern vom 1. Lebensjahr bis zur Grundschule mehrere Tausend Euro und ist aus unserer Sicht das wirksamste Mittel für mehr Kinder in Sachsen und in unserem schönen Vogtland“, so Zabel abschließend.
Die SPD/Initiative-Fraktion hat am 18.01.2026 in einer Anfrage darum gebeten, dass die Stadt Plauen die Verlegung der Endrunde der Fußball-Hallenkreismeisterschaft am 25.01.2026 in das SportForum Vogtland organisiert. Dabei soll mit allen beteiligten Vereinen zusammengearbeitet werden.
Sollte die Abstimmung hierzu mit den beteiligten Vereinen bereits erfolgt und die Durchführung nicht möglich sein, hat die Fraktion die Verwaltung um eine öffentliche Information über die genauen Gründe, die der Durchführung entgegenstehen, gebeten.
Der Fraktionsvorsitzende Eric Holtschke erklärt: „Die Endrunde ist ein bedeutendes sportliches Ereignis für unsere Region und äußerst beliebt bei den vielen Fußballfans im Vogtland. Das SportForum Vogtland bietet ideale Voraussetzungen für diese Veranstaltung. Wiederholt wurde bei der Hallenkreismeisterschaft festgestellt, dass die Zuschauerkapazität der anderen Plauener Sporthallen nicht ansatzweise ausreicht.“
Stadtrat Christian Hermann ergänzt: „Dass die Betreibung der neuen Halle noch nicht geklärt werden konnte, ist ärgerlich. Umso wichtiger ist es, dass die Stadt zumindest die Durchführung dieser wichtigen Veranstaltung ermöglicht.“
Mit freundlichen Grüßen
Eric Holtschke
Fraktionsvorsitzender SPD/Initiative-Fraktion
Mit Blick auf die angespannte Finanzlage der Kommunen macht Pfeil deutlich: „Wir müssen die Finanzierung der Kitas im Speziellen und der Kommunen im Allgemeinen neu regeln. Das haben wir beim Haushaltsbeschluss im Landtag vereinbart – und das werden wir auch tun. Dafür brauchen wir aber Spielräume, die wir aus meiner Sicht nur mit Krediten haben werden. Hier muss die CDU dann Farbe bekennen! Man kann nicht ständig aus angeblicher Generationengerechtigkeit ideologisch gegen notwendige Kredite sein und gleichzeitig jüngeren Generationen das Leben mit höheren Kosten immer schwerer machen." Eine geplante Resolution des Stadtrats zur Unterstützung dieses Anliegens begrüßt Pfeil – mit einer klaren Erwartung: „Sie muss beim Kultusminister Conrad Clemens (CDU) landen – denn dort liegt die politische Verantwortung.“
Mit der heutigen Annahme (25.09.2025) des Antrags zur Erarbeitung von Lösungsvorschlägen für die Zukunft der Plauener Straßenbahn GmbH hat der Kreistag eine wichtige Weichenstellung vorgenommen. Die SPD-Kreistagsfraktion sieht darin einen notwendigen Schritt, um gemeinsam mit der Stadt Plauen tragfähige Konzepte zu entwickeln. Juliane Pfeil, Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, betont: "Die Straßenbahn ist das Rückgrat des Nahverkehrs in Plauen – zuverlässig, klimafreundlich und für viele Menschen unverzichtbar". Dass der Kreistag nun gemeinsam mit der Stadt bis Ende 2025 konkrete Modelle erarbeiten soll, ist richtig und überfällig. Wir erwarten, dass dieser Prozess zu einem klaren Bekenntnis zum Erhalt der Straßenbahn führt."
Weiter führt Eric Holtschke, Fraktionsvorsitzender SPD/Initiative- Stadtratsfraktion Plauen aus: "Wichtig ist uns, dass die Stadt Plauen bei allen Fragen rund um die Straßenbahn – von der Angebotsgestaltung bis hin zur Taktung – aktiv einbezogen wird. Nur so können die spezifischen Bedürfnisse der Plauenerinnen und Plauener berücksichtigt und die Straßenbahn langfristig attraktiv gehalten werden." Die SPD-Kreistagsfraktion macht deutlich, dass der Prozess transparent gestaltet werden muss: "Die Zukunft der Straßenbahn darf nicht hinter verschlossenen Türen verhandelt werden. Wir werden darauf achten, dass die Öffentlichkeit frühzeitig eingebunden wird und die Ergebnisse nachvollziehbar sind. Nur so schaffen wir Vertrauen in die Entscheidungen." Die SPD kündigt an, sich aktiv in die Erarbeitung der Konzepte einzubringen und stets die Interessen Plauens sowie der Fahrgäste im Blick zu behalten.
Das Theater Plauen-Zwickau steckt in seiner wohl tiefsten Krise seit der Fusion im Jahr 2000. „Die
finanzielle Lage ist ernst, das Theater in seiner Existenz bedroht“, erklärt der Vorsitzende der SPD/Initiative-
Fraktion Eric Holtschke. „Obwohl die Tariflöhne für die rund 290 Beschäftigten in den vergangenen Jahren
zu Recht um rund 10 Prozent gestiegen sind, fehlt es an einer entsprechenden Gegenfinanzierung durch
die Landesmittel für den Kulturpakt“, kritisiert Holtschke. Auch die Kulturraummittel für das Theater Plauen-
Zwickau seien seit Jahrzehnten den enormen Kostensteigerungen nicht angepasst worden. Holtschke
weiter: „Für meine Fraktion ist klar, dass die beiden Städte allein nicht über die finanziellen Mittel verfügen,
um ihre Theater zukunftsfähig sichern zu können.“
Aus diesen Gründen hat die Fraktion kürzlich einen Antrag bei der Stadtverwaltung eingereicht. Dieser
sieht in den sieben Haupt- und drei Unterpunkten die Zukunftssicherung des Theaters Plauen-Zwickau vor.
Neben eines Bekenntnisses der Stadträtinnen und Stadträte, das Theater Plauen-Zwickau als
selbstproduzierendes Mehrspartentheater zu erhalten und entschlossen an einer strukturellen und
finanziellen Absicherung der Gesellschaft zu arbeiten, sieht der Antrag die Erhöhung des im
Grundlagenvertrag vereinbarten kommunalen Zuschusses der beiden Städte von aktuell 10 Mio. Euro pro
Jahr, sobald bestimmte Bedingungen dafür erfüllt sind. Dazu gehören die Aushandlung eines
Haustarifvertrages ohne zusätzlichen Personalabbau, die finanzielle Beteiligung des Landkreises möglichst
als Mitgesellschafter sowie eine höhere finanzielle Beteiligung des Freistaates Sachsen beispielsweise
über den Kulturraum und die Kulturpaktmittel.
Des Weiteren sind Gespräche mit der Bundesregierung über eine bessere finanzielle Ausstattung der
kulturellen kommunalen Infrastruktur zu führen. Darüber hinaus wird die Theater Plauen-Zwickau gGmbH
aufgefordert, verstärkt Spenden zu akquirieren und Sponsoren zu gewinnen und die Häuser über
Fremdbespielungen in der spielfreien Zeit stärker auszulasten. Auch werden die Fördervereine der beiden
Theater gebeten, eine gemeinsame und zeitlich begrenzte Crowd-Funding-Aktion ins Leben zu rufen.
Die SPD/Initiative-Fraktion hat in intensiven Gesprächen mit der Geschäftsführerin Sandra Kaiser, dem
Generalintendanten Dirk Löscher, dem Lokalverband der Bühnengewerkschaft (GDBA), dem
Theaterförderverein und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Theater Plauen-Zwickau GmbH
mögliche Lösungsansätze diskutiert, um einerseits alle Sparten zu erhalten, andererseits aber auch
notwendige Sparmaßnahmen in die Wege zu leiten. „In diesen Gesprächen wurde deutlich, dass die
Theater-Geschäftsführung und die Belegschaft in den vergangenen Jahren bereits unfassbar viel getan
haben, um Ausgaben zu senken und Einnahmen zu erhöhen“, dankt Holtschke.