Fraktion fordert Zukunftssicherung des Theaters Plauen-Zwickau

Veröffentlicht am 11.06.2025 in Pressemitteilung

Eric Holtschke, Fraktionsvorsitzender SPD/Initiative

Das Theater Plauen-Zwickau steckt in seiner wohl tiefsten Krise seit der Fusion im Jahr 2000. „Die
finanzielle Lage ist ernst, das Theater in seiner Existenz bedroht“, erklärt der Vorsitzende der SPD/Initiative-
Fraktion Eric Holtschke. „Obwohl die Tariflöhne für die rund 290 Beschäftigten in den vergangenen Jahren
zu Recht um rund 10 Prozent gestiegen sind, fehlt es an einer entsprechenden Gegenfinanzierung durch
die Landesmittel für den Kulturpakt“, kritisiert Holtschke. Auch die Kulturraummittel für das Theater Plauen-
Zwickau seien seit Jahrzehnten den enormen Kostensteigerungen nicht angepasst worden. Holtschke
weiter: „Für meine Fraktion ist klar, dass die beiden Städte allein nicht über die finanziellen Mittel verfügen,
um ihre Theater zukunftsfähig sichern zu können.“
Aus diesen Gründen hat die Fraktion kürzlich einen Antrag bei der Stadtverwaltung eingereicht. Dieser
sieht in den sieben Haupt- und drei Unterpunkten die Zukunftssicherung des Theaters Plauen-Zwickau vor.
Neben eines Bekenntnisses der Stadträtinnen und Stadträte, das Theater Plauen-Zwickau als
selbstproduzierendes Mehrspartentheater zu erhalten und entschlossen an einer strukturellen und
finanziellen Absicherung der Gesellschaft zu arbeiten, sieht der Antrag die Erhöhung des im
Grundlagenvertrag vereinbarten kommunalen Zuschusses der beiden Städte von aktuell 10 Mio. Euro pro
Jahr, sobald bestimmte Bedingungen dafür erfüllt sind. Dazu gehören die Aushandlung eines
Haustarifvertrages ohne zusätzlichen Personalabbau, die finanzielle Beteiligung des Landkreises möglichst
als Mitgesellschafter sowie eine höhere finanzielle Beteiligung des Freistaates Sachsen beispielsweise
über den Kulturraum und die Kulturpaktmittel.
Des Weiteren sind Gespräche mit der Bundesregierung über eine bessere finanzielle Ausstattung der
kulturellen kommunalen Infrastruktur zu führen. Darüber hinaus wird die Theater Plauen-Zwickau gGmbH
aufgefordert, verstärkt Spenden zu akquirieren und Sponsoren zu gewinnen und die Häuser über
Fremdbespielungen in der spielfreien Zeit stärker auszulasten. Auch werden die Fördervereine der beiden
Theater gebeten, eine gemeinsame und zeitlich begrenzte Crowd-Funding-Aktion ins Leben zu rufen.
Die SPD/Initiative-Fraktion hat in intensiven Gesprächen mit der Geschäftsführerin Sandra Kaiser, dem
Generalintendanten Dirk Löscher, dem Lokalverband der Bühnengewerkschaft (GDBA), dem
Theaterförderverein und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Theater Plauen-Zwickau GmbH
mögliche Lösungsansätze diskutiert, um einerseits alle Sparten zu erhalten, andererseits aber auch
notwendige Sparmaßnahmen in die Wege zu leiten. „In diesen Gesprächen wurde deutlich, dass die
Theater-Geschäftsführung und die Belegschaft in den vergangenen Jahren bereits unfassbar viel getan
haben, um Ausgaben zu senken und Einnahmen zu erhöhen“, dankt Holtschke.