1. Mai in Plauen

Veröffentlicht am 11.05.2026 in Allgemein

DGB- Motto: „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“

Der 1. Mai war auch in diesem Jahr mehr als nur ein Feiertag. Bei der Veranstaltung des DGB Südwestsachsen in Plauen wurde deutlich: Viele Menschen schauen mit Sorge auf die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen – und gleichzeitig wächst der Wunsch nach Zusammenhalt und sozialer Sicherheit.

In Gesprächen, Begegnungen und der Podiumsdiskussion, unter anderem mit Holger Mann, MdB, wurde intensiv darüber diskutiert, wie gute Arbeit, faire Löhne und soziale Sicherheit auch in Zukunft erhalten bleiben können.

Auch Mitglieder der SPD Plauen beteiligten sich an den Gesprächen und Diskussionen vor Ort. Für uns bleibt klar: Gute Arbeit, soziale Sicherheit und faire Chancen entstehen nicht von allein – sie müssen politisch verteidigt und weiterentwickelt werden.

Dabei wurde deutlich: Soziale Sicherheit und Arbeitnehmerrechte wurden nicht geschenkt, sondern erkämpft. Gerade deshalb darf die Antwort auf wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen nicht nur darin bestehen, Leistungen zu kürzen oder Belastungen weiter nach unten zu geben.

Wer Zusammenhalt ernst meint, muss auch über eine stärkere Besteuerung sehr großer Vermögen sprechen.

Debatten um Arbeitszeiten zeigen, wie aktuell der 1. Mai bleibt

Gerade die aktuellen Diskussionen um eine weitere Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes zeigen, warum der 1. Mai weiterhin wichtig ist. Natürlich verändert sich die Arbeitswelt. Viele Beschäftigte wünschen sich flexiblere Modelle, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder mehr Spielraum im Arbeitsalltag.

Gleichzeitig braucht Flexibilität klare Grenzen und einen verlässlichen Schutz der Beschäftigten. Genau darauf weisen Gewerkschaften derzeit mit Nachdruck hin. DGB-Chefin Yasmin Fahimi warnte zuletzt ausdrücklich davor, den Acht-Stunden-Tag weiter aufzuweichen und damit den Arbeitsschutz auszuhöhlen.

Auch wir sehen diese Debatten kritisch. Moderne Arbeitsmodelle dürfen nicht dazu führen, dass Belastungen einseitig auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer abgewälzt werden. Gerade in Zeiten steigenden Drucks im Alltag braucht es Sicherheit, Planbarkeit und Schutz vor Überlastung.

Zusammenhalt bedeutet auch faire Lastenverteilung

Der 1. Mai erinnert deshalb nicht nur an die Geschichte der Arbeiterbewegung, sondern auch an aktuelle Fragen von Gerechtigkeit und gesellschaftlichem Zusammenhalt.

Viele Menschen arbeiten hart, spüren aber trotzdem steigende Belastungen – bei Mieten, Energie, Pflege oder im Alltag mit Familie und Beruf. Gleichzeitig konzentriert sich großer Reichtum immer stärker auf wenige.

Deshalb gehört für uns auch dazu, über eine gerechtere Finanzierung unseres Gemeinwesens zu sprechen. Wer sehr große Vermögen besitzt, kann und sollte stärker Verantwortung übernehmen, damit soziale Sicherheit, gute Infrastruktur und gesellschaftlicher Zusammenhalt langfristig erhalten bleiben.

Politik lebt vom Miteinander vor Ort

Neben den politischen Diskussionen blieb aber auch Zeit für Begegnungen und Gespräche. Genau das macht den 1. Mai aus: Menschen kommen zusammen, tauschen sich aus und zeigen Solidarität.

Und manchmal gehört dazu eben auch ein Speckfettbrot und eine Gurke – vorbereitet von unserem Lutz.

 

Ein großes Dankeschön an den DGB Südwestsachsen für die Organisation der Veranstaltung und an alle, die mitdiskutiert, zugehört und den 1. Mai in Plauen mit Leben gefüllt haben.

Der 1. Mai bleibt wichtig. Gerade jetzt.