Wahlprogramm

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Soziale Politik für Plauen

Die Stadt Plauen – unser Zentrum des Vogtlandkreises – hat in den letzten Jahren viele Herausforderungen meistern müssen. Umbrüche, Krisen, der Verlust der Kreisfreiheit, der Weggang von gut bezahlten Arbeitsplätzen und die stetige Auseinandersetzung mit rechten und extrem rechten Gruppierungen.

Unsere Heimatstadt ist jedoch viel mehr. Mit einer wunderschönen Stadtarchitektur, die nicht zuletzt mit der Neugestaltung der Schlossterassen oder etwa dem Hempelschen Areal aufgewertet wurde, mit günstigem Wohnraum, einer guten Bildungsinfrastruktur und vielen kulturellen und sportlichen Angeboten, kann Plauen viel Lebensqualität vorweisen.

Unsere Traditionen sind dabei stets auch Bestandteil einer lebendigen, zukunftsgewandten Stadtentwicklung. Als eine der ersten Städte  der friedlichen Revolution und als Stadt der Spitze sind wir weit über die sächsischen Grenzen bekannt. Mit dem Vogtlandtheater und der Plauener Straßenbahn verbinden wir Tradition und Moderne.

Unsere Kommunalpolitikerinnen und -politiker sind das Gesicht und die Stimme der Sozialdemokratie vor Ort. Sie schaffen ein sozialeres Plauen – mit ihren täglichen Entscheidungen. Ob Kita-Neubau, Straßenbau oder medizinische Versorgung. Vor Ort wird entschieden, wie lebenswert unsere Heimat ist. Gute Politik im Kleinen entsteht im Miteinander, im Zuhören und Diskutieren. Unser Selbstverständnis ist, sozialdemokratische Politik nah am Menschen und nah an den Problemen und Sorgen zu machen.

Der Schutz der Demokratie ist eine stete und zunehmend schwierige Aufgabe, der sich unsere Genossinnen und Genossen tagtäglich stellen. Ob in den Parlamenten, auf dem Marktplatz oder am Gartenzaun. Wir stehen zu unserer Demokratie und verteidigen sie jeden Tag. Angriffe gegen unser demokratisches Gemeinwesen werden wir mit aller Entschlossenheit entgegentreten. Mit Demokratiefeinden gibt es für uns keine Zusammenarbeit – weder in den Kommunalvertretungen noch außerhalb davon. Wir wollen Demokratie und Beteiligung vor Ort stärken, so dass wirklich alle Gesellschaftsschichten – und nicht nur die besonders lauten – in die Weiterentwicklung unserer Kommunen einbezogen werden.

Gute Arbeit und zukunftsfeste Wirtschaft in Plauen

Für die SPD ist gute Arbeit nicht nur ein Schlagwort für die Bundes- und Landespolitik, sondern auch eine zentrale Richtschnur für die Kommunalpolitik. Auch in unserer lokalen Wirtschaftspolitik wollen wir gerade die Unternehmen unterstützen, für die wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung kein Gegensatz sind. Gut bezahlte Arbeitsplätze und ordentliche Arbeitsbedingungen sind bei der demographischen Entwicklung sehr wichtige Standortfaktoren, um Fachkräfte zu gewinnen. Der Freistaat ist schon jetzt auf die Zuwanderung aus dem Ausland angewiesen, um die Nachfrage nach Arbeitskräften bedienen zu können. Hierfür ist es ebenso von großer Bedeutung, hierher Geflüchtete auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren. Diese Aufgabe ist nicht frei von Problemen, doch als SPD werden wir Aus- und Weiterbildung, Integration und echtes Zusammenleben in den Kommunen beherzt unterstützen und Hetze entgegengetreten.

Für eine weitere wirtschaftliche Entwicklung Plauens ist es unabdingbar, neue Gewerbe- und Industrieflächen zu erschließen, um neue Unternehmen ansiedeln zu können. Plauen hat derzeit einen Unterbestand an diesen Flächen. Die SPD setzt sich seit Jahren für die Entwicklung von Gewerbeflächen in Plauen ein. Um dies in Einklang mit den Wünschen der Bürgerinnen und Bürgern zu bringen, ist für die SPD eine zielgenaue Bürger/innenbeteiligung beim Ausbau von Gewerbe- und Industrieflächen notwendig. So wie es beim Ausbau der Ansiedlungsfläche in Oberlosa lief, darf es sich nicht wiederholen.

Ein besonderes Anliegen stellt für die SPD auch die Einkaufsinnenstadt dar, die einem stark wachsenden Online-Handel gegenübersteht. In diesem Zusammenhang erachtet es die SPD als notwendig, dass die neu geschaffene City-Management-Agentur, die noch im Rahmen des Bundes-Förderprogrammes „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren (ZIZ)“ gefördert wird, schnellstens arbeitsfähig wird. Dies kann der kreative Ausgangspunkt für eine Stärkung der Einzelhändlerinnen und Einzelhändler in der Innenstadt darstellen, um eine Verzahnung u.a. mit der Gastronomie und anderen Angeboten für ein echtes Einkaufserlebnis zu schaffen. Die SPD setzt sich für eine Stärkung der Außengastronomie, beispielsweise durch die Bereitstellung kostengünstiger Flächen, ein. Ein Anker der Einkaufsinnenstadt stellen die Wochen- und Spezialmärkte auf Alt- und Klostermarkt dar, die für eine direkte regionale Wertschöpfung sorgen. Für die SPD ist klar, dass die Standgebühren auf einem für die Händlerinnen und Händler attraktiven Niveau bleiben müssen. Zur Attraktivität der Innenstadt gehören auch die drei Stadtfeste Plauener Frühling, Spitzenfest und Plauener Herbst, die spürbar das Zentrum Plauens beleben und zehntausende Menschen aktivieren. Wir setzen uns für eine personelle, organisatorische und finanzielle Stärkung dieser Feste und des Dachverbandes Stadtmarketing Plauen e. V. ein. Dazu gehört auch die Verschlankung behördlicher Prozesse bei Beantragung und Durchführung der Veranstaltungen.

In der Plauener Bahnhofstraße steckt Potential. Potential, welches bisher noch nicht abgerufen worden ist, auch wenn die SPD die durchgeführten „Schönheitsmaßnahmen“ mit Spiel- und Sitzmöglichkeiten begrüßt. Wie uns die Unternehmen mitteilen, ist die ungenügende Anbindung an das Straßennetz und damit fehlende Parkmöglichkeiten für eine Weiterentwicklung der steilen Einkaufsstraße hinderlich. Wir setzen uns für eine ergebnisoffene Prüfung mehrerer Varianten zur Stärkung der Bahnhofstraße ein, um einen Mix aus Einzelhandel, Wohnraum, Kultur und Erholung ermöglichen zu können. Fakt ist: so wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben. Dazu gehört auch der leider zum Negativbeispiel gewordene obere Abschnitt der Bahnhofstraße in Richtung Bahnhof – der sog. „Kuhfleckenweg“. Hierbei ist eine schnelle und ordnungsgemäße Kompletterneuerung des Gehweges inklusive einer Lösung für die Straßenunterführung zum Bahnhof zu gewährleisten, um attraktive Rahmenbedingungen für Wohnen, Gewerbe und Tourismus zu schaffen; schließlich ist das der erste Eindruck von Reisenden, die per Bus oder Bahn in Plauen Station machen.

Wir wollen nicht nur Wertschöpfung vor Ort erhalten, sondern auch neue schaffen. Eine wesentliche Chance ist dabei der Ausbau erneuerbarer Energien. Wir als SPD werden den Ausbau der erneuerbaren Energien in den Kommunen weiter vorantreiben. Ein zentrales Instrument ist für uns dabei die lokale Beteiligung an den entstehenden Erlösen. Das erhöht die Akzeptanz, beschleunigt den Ausbau und verschafft den betroffenen Kommunen zusätzliche Spielräume. Wir unterstützen die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf dafür geeigneten Flächen unter Einbindung der Stadtwerke Strom Plauen sowie die Nutzung des anfallenden Grünschnittes in bestehenden Biogasanlagen zur Stromerzeugung, wie es bereits sehr erfolgreich in der sächsischen Landeshauptstadt praktiziert wird.

Als eine der ersten Kommunen in Sachsen wird für die Stadt Plauen eine kommunale Wärmeplanung erarbeitet. Dies soll zügig für die Bürgerinnen und Bürger spürbar werden. Neue, innovative Ideen zur ökologischen Energieerzeugung und Fernwärme sollen für einen größeren Teil der Stadt verfügbar gemacht werden und geprüft werden, wie weitere Unternehmen einspeisen können.

Für eine erfolgreiche regionale Wirtschaftsstruktur ist ein gutes Angebot an öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV) sehr wichtig. Wir stehen zu unserer Plauener Straßenbahn als Traditionsunternehmen, welches die Plauenerinnen und Plauener seit Generationen durch die Spitzenstadt bewegt und gemeinsam mit den Stadtbuslinien die Lebensadern unserer Stadt darstellt. Die Plauener Straßenbahn muss auskömmlich finanziert werden. Hierfür ist es notwendig, dass sich der Vogtlandkreis an der Finanzierung als Träger des ÖPNV beteiligt. Mit dem vor Ort produzierten Strom aus erneuerbaren Energien kann es uns gelingen, die Kosten für den Straßenbahnverkehr nachhaltig zu senken und den Fortbestand auch durch die weitere Anschaffung von Elektrobussen zu sichern. Darüber hinaus erachtet es die SPD als Priorität, die Stadt Plauen an die großen Ballungszentren anzubinden. Hierfür ist es unerlässlich, eine durchgehende S-Bahn-Verbindung nach Leipzig bis zum Flughafen Halle-Leipzig, zu erhalten.

Um die Stadt auch für Elektromobilität attraktiv zu machen, bedarf es dringend einen Ausbau der Ladeinfrastruktur auch außerhalb der Innenstadt.

Für Radfahrerinnen und Radfahrer muss die Stadt Plauen endlich gut befahrbare Wege und Abstellmöglichkeiten schaffen. Die SPD setzt sich dafür ein, die Unterbrechung (Treppe) des Elsterradweges an der Stresemannbrücke rasch zu beseitigen und durch eine Trasse für Radfahrer eine ungefährliche Fortsetzung der Fahrt zu ermöglichen. Auch könnten Behinderte gefahrlos die Trasse benutzen. Wir plädieren dafür, den Radverkehr in der Stadt zu erleichtern, indem mehr Fußwege für Radfahrer freigegeben werden (z. B. Röntgenstraße) und geprüft wird, welche Einbahnstraßen für Radfahrer aufgehoben werden können.

Plauen ist auch eine Stadt der Kultur- und Kreativwirtschaft mit seiner vielfältigen Landschaft an Museen, Galerien, Kinos, Bühnen, Clubs, dem Theater, Kunstvereinen und weiteren Akteuren. Mit dem Ausbau der Hempelschen Fabrik und der Sanierung des Weisbachschen Hauses zur „Fabrik der Fäden“ ist der Stadtgesellschaft ein echter Coup mit internationaler Wirkung gelungen – und schafft zugleich dutzende Arbeitsplätze in der IT-Branche. Der Ausbau des Areals hat das Potential, auch die angrenzenden Wohngebiete zu erfassen. Insbesondere das Gebiet rund um den Unteren Bahnhof hat in unseren Augen die Chance, zu einem neuen Hotspot der Kulturszene zu werden. Um das Gebiet entlang der Elsteraue mit dem neu geschaffenen Museum besser an die Innenstadt anzubinden und den Höhenunterschied zu überwinden, fordert die SPD den Bau eines Aufzuges oder einer Seil- bzw. Zahnradbahn.

In den vergangenen Jahren hat sich die Stadtverwaltung mit dem erfolgreichen Rückbau von Brachen bundesweit einen Namen gemacht. Die SPD unterstützt diesen Kurs. Abbruchreife Häuser mindern Wohn- und Aufenthaltsqualität. Wir fordern daher eine sinnvolle Nachnutzung der Flächen, z. B. durch Schaffung von Grünflächen, eingezäunten Hundewiesen oder Spielplätzen. Auch innovative Ideen wie z.B. Fassadenbegrünungen durch städtische, gewerbliche oder private Hauseigentümer unterstützen wir ausdrücklich.

Apropos Verwaltung: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung und den anschließenden Bereichen leisten eine bedeutsame Arbeit. Die SPD sieht die Digitalisierung als Chance, um Prozesse zu vereinfachen und die Verwaltung bürgerfreundlicher zu gestalten. Für uns als SPD ist klar, dass eine angemessene Vergütung im Rahmen der Tarifverträge, lokale Personalentwicklungskonzepte und bessere Aufstiegschancen über oftmals zu starre Laufbahngrenzen dabei ganz wesentliche Bausteine sind.

Bei städtischen Vergaben ist darauf zu achten, dass regionale Unternehmen aus Handwerk und Bau im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten bevorzugt ausgewählt werden. Dies sichert ebenso, dass die Wertschöpfung in der Region verbleibt und Firmen in der Lage sind, gut bezahlte Arbeitsplätze anbieten zu können.

Gute Bildungschancen und lebendige Kultur in Plauen

Unsere Heimatstadt Plauen ist Lebensmittelpunkt für viele Familien. Hier wachsen unsere Kinder auf, hier werden sie geprägt und hier erleben sie Freundschaft und Unterstützung. Ein wesentlicher Bestandteil, um gut aufzuwachsen, ist ein dichtes Netz an Bildung – und Betreuungseinrichtungen. In den letzten Jahren haben wir im Land und auf kommunaler Ebene viel für eine bessere Qualität getan und mehr Erzieherinnen und Erzieher in unseren Kitas gebracht. Durch den Einsatz der SPD-Landtagsfraktion wurden die Kommunen mit zusätzlichen Pauschalen ausgestattet, um die Elternbeiträge nicht anheben zu müssen. In Plauen ist uns dies damit auch gelungen. Wir stehen weiterhin zu unserem Grundsatz, dass Bildung kostenfrei sein sollte und damit auch zu dem Ziel, die Elternbeiträge in den Kitas so niedrig wie möglich zu halten und bestenfalls perspektivisch abzuschaffen. In ersten Modellen wurden bereits flexible Öffnungszeiten in den Kitas eingeführt. Dies sollte nun auf alle städtischen Einrichtungen übertragen werden. Dies und die Einführung von 10-Stunden-Verträgen schafft eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Auch die Stadt Plauen wird in den kommenden Jahren vom demografischen Wandel betroffen sein und damit wird die Frage einhergehen, wie wir Einrichtungen, bei sinkender Kinderzahl, erhalten können. Eine wohnortnahe Betreuung und kurze Wege für kurze Beine ist dabei unser oberstes Ziel. Wir setzen uns für gesundes und erschwingliches Essen in Kitas und Schulen ein. Die auf SPD-Forderung hin eingeführte und bereits erprobte Kita-App, die für Erzieherinnen und Eltern eine schnelle und unkomplizierte Kommunikation ermöglicht, soll zukünftig in allen Einrichtungen der Stadt nutzbar sein.

Die Kooperationen zwischen Grundschulen und Kindergärten wollen wir weiter stärken. Grundschulen und Horte wollen wir zu richtigen Ganztagsschulen zusammenwachsen lassen, an den weiterführenden Schulen die Kooperation mit außerschulischen Partnern und künftigen Arbeitgebern stärken (wie z.B. „Produktives Lernen“). Auch in Plauen sollen zukünftig Gemeinschaftsschulen und Oberschulen+ entstehen. Die Digitalisierung der Schulen stellt uns weiterhin vor große Herausforderungen, die jedoch für eine zukunftsorientierte Bildungslandschaft besondere Bedeutung hat.

Einige unserer Schulstandorte warten schon länger auf eine Sanierung. Besonders die Käthe-Kollwitz-Schule muss dringend auf die Prioritätenliste der Stadt Plauen. Neue Toilettenanlagen sind auf Initiative der SPD schon entstanden und die Vorplanung für eine Generalsanierung soll zeitnah starten.

Die Umwandlung der Berufsakademie Sachsen (BA) zur Dualen Hochschule Sachsen wird dazu führen, dass viele neue Hochschulstandorte in Sachsen entstehen. So auch in Plauen. Dies ist nicht zuletzt ein wichtiger weicher Standortfaktor für Ansiedlungen. Auf der Krone unserer Stadt soll die neu sanierte BA nun auch fester Bestandteil der Stadtgesellschaft werden und mit Leben in und um die Gebäude gefüllt werden. So braucht es auch ein Konzept zur Nutzung der erschlossenen Kellerräume. Mit der Umwandlung wird auch das studentische Leben in Plauen stärker sichtbar sein. Wir sprechen uns daher für Angebote des Studentensports und einer möglichen Errichtung einer Mensa aus.

Junge Menschen wollen ihre Heimat mitgestalten und für sie eintreten. Wir fördern daher die Wiedergründung unseres Jugendparlaments. Beteiligung lässt sich nicht per Antrag verordnen. Sie muss gelebt und vorgelebt werden. Dabei werden wir das Potenzial vorhandener Strukturen, z. B. in unserer breiten Vereinslandschaft, natürlich nutzen.

Für die SPD ist die Kultur, ob im Großen oder im Kleinen, von besonderer Bedeutung. Das Theater Plauen-Zwickau muss auch weiterhin mit seinen Sparten und dem Philharmonischen  Orchester erhalten bleiben und zukunftssicher gemacht werden. Insbesondere die Sparte „JUPZ!“ – die sich an junge Menschen richtet – muss gefördert und gestärkt werden. Die freie Kultur wurde in den letzten Jahren durch unsere Initiative regelmäßig unterstützt. Daraus sind viele Formen der Kooperation mit der Stadt und anderen Einrichtungen entstanden. Dies soll zukünftig noch stärker gefördert werden. So sollen auch die Kultur- und Traditionsvereine eine größere Unterstützung erhalten.

Das geplante Dokumentationszentrum zur friedlichen Revolution muss nun endlich realisiert werden. Gerade das Angebot für Schülerinnen und Schüler lässt die Erinnerung an dieses Ereignis 1989 forttragen.

Kultur soll für alle zugänglich sein. Wir setzten uns daher für einen kostenfreien Museumstag im Monat ein.

Sozialer Zusammenhalt in Plauen

Wir wollen für alle Menschen in Sachsen gleichwertige Lebensverhältnisse schaffen.

Für unsere Kleinsten ist dabei neben einer guten Betreuungsstruktur auch ein familienfreundliches Lebensumfeld besonders wichtig. Für diejenigen, die einen schwierigen Start haben, stellt die Stadt seit vielen Jahren eine Familienhebamme bereit. Für diese Unterstützung möchten wir eine deutliche Aufwertung, damit noch mehr Familien davon profitieren können. Freizeit für die Kleinsten bedeutet auch, dass wir vielfältige und sichere Spielplätze haben.

In unseren Jugendeinrichtungen sind die Herausforderungen mit schwierigen sozialen Verhaltensmustern leider gestiegen. Um diesem im Sinne der Kinder und Jugendlichen zu begegnen, muss die Finanzierung der Einrichtungen gesichert sein. Wir werden uns daher wieder im Landkreis für eine bedarfsorientierte Finanzierung einsetzen.

In ganz Sachsen wird der Anteil von Menschen steigen, die Unterstützung bei der Bewältigung ihres Alltags brauchen. Seien es Seniorinnen und Senioren oder auch Menschen mit verschiedensten Beeinträchtigungen. Oft wollen viele dieser Personen noch lange Zeit zuhause wohnen bleiben, bevor irgendwann gegebenenfalls doch eine stationäre Unterbringung notwendig wird. Aus unserer Sicht hat die Stadt eine starke Rolle bei der Sicherung und beim Ausbau der dazugehörigen Infrastruktur zu spielen. Die Seniorinnen und Senioren sollen dabei aber auch gehört und beteiligt werden. Wir werden uns daher dafür einsetzten, dass der Seniorenbeirat wieder als fester Bestandteil des Stadtrates etabliert wird. Dieser Beirat kann z. B. im Zusammenspiel mit verschiedenen Angeboten in den Stadtteilen sowie bei Vereinen dafür sorgen, dass das gesellschaftliche Problem der Vereinsamung von Menschen unsere Aufmerksamkeit erfährt und angegangen wird. Denn: Einsamkeit ist eines der meistunterschätzten Themen unserer Zeit – und es betrifft nicht nur Ältere.

Menschen mit Behinderung haben noch immer leider keine starke Lobby zur Durchsetzung ihrer politischen Wünsche in Deutschland. Zentral ist für uns als SPD, die Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben sicherzustellen und Barrieren abzubauen. Hierfür sollen Menschen mit Handicap ihre Vorstellungen und Meinungen insbesondere bei Baumaßnahmen nicht nur empfehlend artikulieren. Es sind Möglichkeiten und Räume zu schaffen, in denen die Belange von Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen sowie Suchterkrankungen artikuliert werden und nachhaltig ernst genommen werden können. Die SPD setzt sich für adäquate Wohnformen für diese Menschen ein.

In vielen Teilen des Freistaates Sachsen herrscht Ärztemangel. Auch wenn die Situation in Plauen noch nicht prekär ist, so sehen wir es als Aufgabe, einem drohenden Mangel noch vor seiner Entstehung im Keim zu ersticken. Hierfür ist ein breites Netzwerk zu errichten, welches u. a. aus der Kassenärztlichen Vereinigung, der Stadt Plauen, Krankenkassen, Ärztinnen und Ärzten und weiteren Akteuren besteht.

Die Sicherheitslage in Plauens Innenstadt war zuletzt viel diskutiert worden. Viele Menschen äußerten die Sorge, sich in der Innenstadt nicht mehr sicher zu fühlen. Aus Sicht der SPD kann nur ein Mix aus verschiedenen Ansätzen zu einer Verbesserung der Lage führen. Wir setzen uns für eine sozialpädagogische Arbeit am Tunnel ein, welches mit der Schaffung städtischer Sozialarbeiter/innenstellen einhergehen muss. Darüber hinaus ist das Gebiet durch eine hohe Präsenz der Landespolizei und der städtischen Polizeibehörde stärker zu bestreifen. Hierfür wurde der Gemeindevollzugsdienst personell und in seiner Ausstattung bereits gestärkt - nun müssen die Stellen besetzt und das Drei-Schicht-System umgesetzt werden. Der Kommunale Präventionsrat, der bereits auf eine äußerst erfolgreiche Arbeit zurückblicken kann, ist ein weiterer Baustein in diesem Zusammenspiel verschiedener Maßnahmen, der ausgebaut werden soll. Wir möchten den Aufbau eines Beirates für Menschen mit Migrationshintergrund unterstützen.

Zum Leben gehört auch ein würdevolles Ende, dass sich die Angehörigen auch leisten können müssen. Wir möchten daher, die Friedhofsgebühren senken. Des Weiteren möchten wir mehr alternative Begräbnisformen, wie Baumbestattung in Plauen, anbieten.

In unserer Stadt leben viele Menschen, die ein Haustier besitzen. Leider kümmern sich nicht alle gleichsam gut um diese, was zu einer zunehmenden Belastung der Tierheime führt. Um für Entlastung zu sorgen, möchten wir eine Kastrationspflicht einführen. Um mit seinem Tier die Freizeit genießen zu können, benötigen wir ausreichend und attraktive Hundeparks mit Freilaufmöglichkeit. Hundekot auf öffentlichen Wegen und Plätzen sagen wir den Kampf an.

Das Angebot öffentlicher Toiletten in Plauen ist unbefriedigend. Auch sind die wenigen vorhandenen meist verschmutzt oder geschlossen. Wir setzen uns für mehr öffentliche Toiletten ein und ihre kontinuierliche gründliche Säuberung, die auch regelmäßig kontrolliert wird.

Das Ehrenamt ist der Kit, der unsere Gesellschaft zusammenhält. Viele tausende Plauenerinnen und Plauener engagieren sich in Sport-, Kunst-, Kulturvereinen oder bei einer freiwilligen Feuerwehr oder treiben aktiv Sport. Allen ehrenamtlich Tätigen gehört unser größter Dank. Die SPD setzt sich seit Jahren für eine Stärkung der Vereine, z.B. durch die Erhöhung der Übungsleiterpauschalen und für die Sanierung von Sportstätten ein – und wird dies auch weiterhin tun. Wir fordern die dynamische Anpassung von Bewirtschaftungszuschüssen durch die Stadt an die Vereine. Durch ein verändertes Nutzungsverhalten von Sportlerinnen und Sportlern in bestimmten Sportstätten könnte es notwendig werden, vorhandene Räumlichkeiten einer anderen Bestimmung zuzuführen. Wir unterstützen die Weiterentwicklung von Sportstätten hin zu einer zukunftsfesten Nutzung, z. B. als Gemeindetreffpunkt in den Ortschaften. Außerdem setzt sich die SPD dafür ein, die Feuerwehren der Stadt sowie der Ortschaften infrastrukturell auf den neuesten Stand zu bringen.
Für uns ist und bleibt Plauen eine grüne Stadt. Es braucht Rückzugsorte. Wir werden daher

insbesondere die Kleingartenvereine weiter unterstützen, beispielsweise bei der

Bewältigung der demografischen Nachfolgeprobleme.

Die SPD Plauen unterstützt zudem einen gesetzlich verankerten Bildungsurlaub zur Teilnahme an Weiterbildungen und Seminaren für die Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler.

Mikroprojekte – spezifisch, konkret und messbar

Mikroprojekte, die sich in die sog. SMART-Kriterien einordnen lassen, sind gut geeignet, um konkrete Maßnahmen und Ideen spezifisch, messbar, ausführbar, realistisch und zeitlich terminiert umzusetzen.

Die SPD Plauen setzt sich dabei für eine Nachnutzung des einstigen Schwimmhallen- und Saunagebäudes an der Hainstraße, z.B.  zu einer Skater- und BMX-Halle ein.

Wir fordern eine Freiluft-Eisbahn, um den Plauener Weihnachtsmarkt sinnvoll zu ergänzen.

Der auf SPD-Forderung hin geschaffene Caravan-Stellplatz in der Elsteraue ist eine Erfolgsgeschichte. Wir fordern einen zweiten.

Darüber hinaus möchten wir dem massiven Leerstand im Gebäude des Oberen Bahnhofes durch attraktive Nutzungsformen entgegenwirken, wobei die Vision Wirklichkeit werden soll, das Haus zu einem Kulturbahnhof u. a. mit Proberäumen für das Theater Plauen-Zwickau zu entwickeln.

Für uns als SPD steht fest, dass auch das gesamte Gebiet am Elsterufer über ein Mikroprojekt eine Steigerung der Aufenthaltsqualität erfahren soll, um die Weiße Elster als Lebensader in den Vordergrund zu rücken. Beispielgebend dafür sind die Elsterterrassen und der daran angrenzende Spielplatz. Auch das durch die Stadt erworbene ehemalige Wohnhaus an der Walkgasse könnte z.B. mit einer Vereinsnutzung oder der Errichtung eines gastronomischen Angebotes das gesamte Areal rund um die Fabrik der Fäden weiter aufwerten.

Plauen – die Hauptstadt des Vogtlandkreises

Als zentraler Verwaltungsort, mit fast einem Drittel der Bevölkerung des Landkreises, hat die Stadt Plauen auch eine besondere Bedeutung für den Vogtlandkreis. Dies muss sich auch in der Unterstützung für die Herausforderungen widerspiegeln.

  • So muss die Übernahme der Plauener Straßenbahn zeitnah und ohne Leistungsabbau erfolgen.
  • Plauen als kulturelles Zentrum des Vogtlandes muss es gelingen den Landkreis endlich als Gesellschafter des Theaters Plauen-Zwickau zu gewinnen.
  • Für die Kinder- und Jugendarbeit benötigt es eine gesonderte Betrachtung der Stadt Plauen, da hier ein besonders hoher Anteil an sozialem Unterstützungsbedarf besteht
  • Die SPD setzt sich für Digitalisierung von Verwaltungsabläufen und für stabile Finanzen im städtischen Haushalt ein.
  • Die Bürgerinnen und Bürger beklagen zunehmend, dass Containerstandorte verschmutzt sind und die Leerung der Container im Stadtgebiet zu selten erfolgt. Dies muss dringend mit dem Landkreis geklärt werden. Wir fordern außerdem die Einführung der gelben Tonne.
  • Die regionale Wirtschaftsförderung soll einen stärkeren Blick auf mögliche Cluster werfen. So haben sich z.B. im Vogtlandkreis zahlreiche Unternehmen der Lebensmittelbranche etabliert, die auch regionale Wertschöpfung fördern.
  • Häusliche Gewalt ist ein Thema, dass nur ungern besprochen wird, und doch jederzeit – auch in unsere Stadt und unserem Landkreis – traurige Realität ist. Die regionale Koordinierungsstelle muss langfristig gesichert werden und Schutzräume an den Bedarf angepasst werden.
 

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25.05.2024, 12:00 Uhr - 14:00 Uhr Infostand Postplatz/Theaterplatz
Vor Ort: Kandidierende für Stadtrat und Kreistag, Juliane Pfeil (Landtagsabgeordnete), Matthias Ecke (Europaabgeo …

25.05.2024, 13:30 Uhr Europafest im Malzhaus
Bürgerdialog und Wahlforum mit Kandidierenden zur Europawahl - 13:30 Uhr Bürgerdialog - 16.30 Uhr Wahlforu …

01.06.2024, 15:00 Uhr - 18:00 Uhr Spitzenfest, Offenes Bürgerbüro
Vor Ort: Kandidierende für Stadtrat und Kreistag

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