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Günther hat geschäftliche Verbindungen zur rumänischen Universität
Im August 2009 berichteten verschiedene Medien über eine "unheilige Allianz" des FDP-Bundestagsabgeordneten Joachim Günther mit alten Stasi-Kadern (Welt-online vom 27.08.09). In der Kritik standen mehrere Unternehmen, an denen sowohl Günther als auch ehemalige HVA-Offiziere beteiligt waren und gemeinsam Geschäfte machten. Der Blick richtete sich damals besonders auf Jürgen Czilinsky, einen Ex-Stasi-Hauptmann, der gemeinsam mit Günther Miteigentümer der ISO-International Development & Consulting GmbH war. Der Justiziar der FDP-Bundestagsfraktion ließ damals gegenüber der Presse offen, ob der Abgeordnete das noch bestehende Engagement mit Ex-Agent Czilinsky in der ISO-International, die nach Angabe von Welt-online 2007 mit nur einem Beschäftigten einen Umsatz von 1,5 Millionen Euro erzielte, beenden wird.
Ein Blick in das aktuelle Handbuch des Deutschen Bundestages verrät, dass der FDP-Bundestagsabgeordnete Joachim Günther sein Engagement bei der ISO International bis heute nicht beendet hat. Czilinsky hat die Geschäftsführung der ISO mittlerweile an seine Tochter abgetreten und fungiert als Aufsichtsratsvorsitzender. Günther ist nach wie vor Miteigentümer und Mitglied im Aufsichtsrat. In der firmeneigenen Internetpräsentation heißt es: " Joachim Günther ist Gesellschafter der ISO International Development & Consulting GmbH und unterstützt Jürgen Czilinsky beim Ausbau des weltweiten Netzwerkes". Desweiteren ist der Internetpräsentation zu entnehmen, dass die rumänische Spiru Haret Universität einer der Auftraggeber der ISO International ist. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Günther steht also über seine Firma in Geschäftsbeziehungen zur als Diplomfabrik kritisierten rumänischen Privatuniversität.
Die geschäftliche Verbindung zwischen dem FDP-Bundestagsabgeordneten Joachim Günther und der Spiru Haret Universität ist nach Auffassung des SPD-Bundestagsabgeordneten Rolf Schwanitz äußerst problematisch. Das Engagement von Günther für die rumänische Universität in Plauen erscheint nun in einem anderen Licht. "Es ist unredlich, wenn Joachim Günther sein Bemühen um eine Ansiedlung der rumänische Privatuni in Plauen als Dienst für die Heimat darstellt, ohne die Plauener zugleich über die Geschäftsbeziehungen der Uni zu seiner Firma zu informieren", so Schwanitz weiter. "Dort, wo man Geld verdient, hat das Mandat nichts zu suchen. Ein caritatives Engagement sieht jedenfalls anders aus." [25.07.2010]
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