26.07.2017Begehung des Plauener Zentrums geht den Sicherheitsdefiziten auf den Grund

Juliane Pfeil (Porträt)

Plauen – Die Sicherheitslage im Herzen unserer Stadt spitzt sich vermeintlich zu. Die Stadträte der SPD/Grüne-Fraktion, die hiesige Landtagsabgeordnete, Juliane Pfeil-Zabel (SPD), und der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Albrecht Pallas, reagieren gleichwohl auf die öffentlich diskutierten Vorfälle in der Plauener Innenstadt. Sie fassten den spontanen Entschluss, über die Probleme nicht hinter abgeschotteten Rathausmauern zu sprechen, sondern sich die Situation vor Ort anzuschauen. Gemeinsam mit dem Ordnungsamt suchten sie am gestrigen Nachmittag ebenjene Ecken auf, die durch Schlägereien, Einbrüche und Messerstechereien zu trauriger Berühmtheit gelangt sind. Es galt, offen und ehrlich ins Gespräch zu kommen, die Probleme zu erkennen und über Lösungen zu sprechen.

Albrecht Pallas kommt bei der Begehung auf eine mögliche Videoüberwachung zu sprechen. Dieser Sicherheitsmaßnahme steht er indes skeptisch gegenüber, weil sie derzeit aus rechtlicher Perspektive nicht anwendbar sei. Beim Plauener Zentrum handle es sich glücklicherweise um keinen Kriminalitätsbrennpunkt, sodass die Voraussetzungen hierfür fehlen. Das Sicherheitsproblem lasse sich so nicht beheben. „Kameras bieten keinen Schutz. Es geht immer um das Gesamtkonzept, die Sicherheitsmaßnahmen sollten aufeinander abgestimmt werden. Maßnahmen die gut klingen, aber nichts bringen, sind genauso so sinnlos, wie um den heißen Brei zu reden“, so Pallas. Er vertritt die Ansicht, die Polizei und das Ordnungsamt müssten im Zentrum präsenter sein, um zugleich als Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger sichtbar zu sein. Er rät den lokalen Akteuren, auf präventive Maßnahmen zu setzen, vor allem Streetworker könnten die sozialen Ursachen für Gewalt angehen.




Links und Weiterführendes